Reboarder Ratgeber – Der Reboard Kindersitz im Test

Mit der Geburt des ersten Kindes ändert sich das Leben der Eltern komplett. Das eigene Kind wird zum Zentrum der Welt und zur primären Lebensaufgabe.

Kein Wunder, dass man als Eltern alles dafür tun will, dass das Kind gesund und wohlbehütet aufwächst. Alle Alltagssituationen müssen nun mit kindgerechten Hilfsmitteln bewältigt werden.

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Vor allem beim Autofahren, einer ohnehin risikoreichen Angelegenheit, muss das Auto optimal für den neuen, kleinen Mitfahrer eingerichtet werden. Ein Kindersitz ist dabei natürlich Pflicht!

Mehr Sicherheit mit Reboard Kindersitzen

richtige sitzrichtung

Das Baby im Kindersitz der richtig schützt

Bis zum ersten Geburtstag werden Kinder üblicherweise in so genannten Babyschalen transportiert.

Es gilt als eher unüblich und befremdlich, das Kind auch in späteren Jahren rückwärts sitzend im Auto zu transportieren. Sobald die Kinder aufrecht sitzen können, werden sie wie kleine Erwachsene behandelt, sie sollen mit Blick nach vorne die Welt erforschen. Tatsächlich wird diese Art des Transports den Bedürfnissen eines Kleinkindes nicht gerecht.

Ein Reboard Kindersitz ist wesentlich besser auf die immer noch fragile Statur eines Kleinkindes abgestimmt und bietet somit wesentlich mehr Sicherheit als die klassische Kindersitz-Variante, bei der das Kind wie jeder andere Mitfahrer mit Blick nach vorne ins Auto gesetzt wird.

Wie funktioniert ein Reboarder?

Reboard Kindersitze sind so konzipiert, dass sie die Schwachstellen eines Kindes stärken und schützen. Bei einem Kleinkind macht der Kopf ca. 25% des gesamten Körpergewichts aus. Das ist eine enorme Gewichtsbelastung, wenn man bedenkt, dass die Nacken- und Rückenmuskulatur eines Kindes frühestens im vierten Lebensjahr stabil genug ausgebildet ist. Ähnlich wie bei einer Babyschale ist das Kind in einem Reboard Kindersitz in eine stabile Schutzhülle eingebettet.

Bestmöglicher Schutz für den schlimmsten Fall

Dadurch, dass Wirbelsäule und Nackenmuskulatur eines Kleinkindes noch relativ schwach ausgebildet und instabil sind, kann das Kind im Gegensatz zu einem Erwachsenen von außen einwirkenden Kräften so gut wie keinen Widerstand leisten. Kommt es zu einem Unfall, wirkt folglich die gesamte Kraft des Aufpralls auf den Körper des Kindes ein, ohne dass es seine eigene Kraft dagegensetzen könnte.

Fehlender Puffer bei klassischen Kindersitzen

kein reboarder

Erhöhtes Verletzungsrisiko bei normalen Kindersitzen

Bei einem nach vorne gerichteten Kindersitz wird das Kind zunächst nach vorne geschleudert, um dann ruckartig wieder nach hinten zu knallen. Durch die fehlende Stabilität der Muskulatur wird das Kind wie eine Puppe herumgeschleudert. Schwere Kopf- und Wirbelsäulenverletzungen können die Folge sein und zu bleibenden Schäden oder im schlimmsten Fall sogar zum Tod des Kindes führen.

Ein Schutzschild für das Kind

Bei Reboard Kindersitzen sind der Nacken und die Wirbelsäule des Kindes wesentlich besser geschützt. Die Rückenlehne des rückwärts gerichteten Kindersitzes wirkt wie ein Schutzschild.  Im Falle eines Aufpralls wird das Kind zunächst in den Sitz gedrückt, wobei nicht die gesamte Energie allein auf Kopf und Nacken trifft. Durch die Schalenkonstruktion wird die Kraft gleichmäßig über den Rücken verteilt und somit abgedämpft. Außerdem erfolgt erst im zweiten Schritt aus der Sicht des Kindes der ungeschützte Drall nach vorne. Zu diesem Zeitpunkt ist die Kraft des Aufpralls bereits abgeschwächt, was für das Kind eine geringere körperliche Belastung bedeutet.

Natürlich kann auch ein Reboard Kindersitz das Kind nicht vor Verletzungen bewahren. Allerdings kann er sie erheblich vermindern, und wenn man bedenkt, welche schwerwiegenden Folgen für das Kind möglich sind, ist dies ein unschlagbares Kaufargument.

Statistiken sprechen für einen Reboard Kindersitz

In Skandinavien sind Reboard Kindersitze bereits gang und gäbe. Auch die aktuellen Unfallstatistiken sprechen für diese Art der Platzierung des Kindes. Versuche haben gezeigt, dass in einem Reboard Sitz die Gefahr schwerster Verletzungen um 90% gesenkt wird. In Schweden, wo nach vorne gerichtete Kindersitze mittlerweile die Ausnahme sind, ist in den letzten 40 Jahren kein einziges Kind in einem gegen die Fahrtrichtung gerichteten Reboard Sitz gestorben.

Vorteile gegenüber einem klassischen Kindersitz

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich das Konzept des Reboard Kindersitzes allmählich auch bei uns durchsetzen wird. Gegenüber einem klassischen Kindersitz hat er nämlich einige Vorteile. Diese sind:

  • Erhöhte Sicherheit
  • Mehr Komfort für das Kind
  • Rückwärts und vorwärts installierbar
  • Liege- und Sitzposition mehrfach verstellbar
  • Stabil und robust
  • Höher gebaut und dadurch für das Kind bessere Sicht aus den Fenstern

Verschiedene Ausführungen für verschiedene Altersstufen

Bei einem Kindersitz verhält es sich wie mit einem Schuh. Er muss exakt passen, um den bestmöglichen Komfort und Halt zu garantieren. Dabei muss auch der Kindersitz dem Wachstum des Kindes angepasst werden können. Aus diesem Grund gibt es – wie bei klassischen Kindersitzen auch – verschiedene Größen und Ausführungen für jede Alters- und Gewichtsstufe.

Missverständnisse durch schlechte Bewertungen

kindersitz auto

Die Statistiken sprechen klar für einen Reboard-Kindersitz

Während sich in Schweden der Reboard Kindersitz bereits durchgesetzt hat, sind die Menschen in unseren Breitengraden noch sehr skeptisch. Nicht nur, dass ein rückwärts gerichteter Kindersitz ohnehin ein unübliches Bild darstellt, auch renommierte Institutionen wie Stiftung Warentest oder der ADAC fordern Vorurteile und Skepsis.

In den Testergebnissen schneiden Reboarder im Vergleich zu klassischen Kindersitzen schlechter ab. Das liegt in erster Linie aber daran, dass 50% des Testergebnisses sich aus Handhabung und Ergonomie zusammensetzen. Natürlich nimmt ein Reboard Kindersitz mehr Platz ein und er ist auch schwieriger einzubauen, aber wenn dem Kind dadurch mehr Schutz geboten wird, sind das keine Argumente gegen ein solches Modell.

Nachteile, die nicht gelten

Statt die enorme Verstärkung der Sicherheit durch Reboard Kindersitze zu würdigen, wird weiterhin beständig auf dadurch entstehende, kleine Nachteile hingewiesen.

Indem das Kind mit Blick gegen die Fahrtrichtung sitzt, ist es natürlich schwerer, mit dem Kind zu kommunizieren. An den Kopfstützen angebrachte Rückspiegel können diesem Umstand leicht Abhilfe schaffen. Außerdem ist ein Kind auch bei einem nach vorne gerichteten Kindersitz nur dann ideal und einfach versorgt, wenn ein Elternteil auf der Rückbank Platz nimmt und so dem Kind möglichst nahe ist.

Viele Eltern sind davon überzeugt, dass Reboarder aufgrund ihrer Größe nur in entsprechend große Autos passen. Tatsache ist aber, dass es für jeden Autotyp den passenden Kindersitz gibt.

Reboarder sind aufgrund ihrer stabilen Konstruktion etwas teuerer als einfache Kindersitze. Da dies aber der Sicherheit des Kindes zugutekommt, ist der höhere Preis leicht zu verschmerzen.

Reboard Kindersitze sind die Zukunft

Was jetzt noch exotisch anmutet, wird in Zukunft selbstverständlich sein. Die erhöhte Sicherheit von Reboard Kindersitzen hält jeder Kritik stand. Allen Eltern ist diese Variante der Beförderung zu empfehlen. Ihre Kinder sind schließlich ihr kostbarstes Gut, weshalb mögliche höhere Kosten keine Rolle spielen sollten.

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Mehr Infos zum Thema:

http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/auto-reise-verkehr/sendung/swr/2012/kindersitze-251112-102.html

http://www.autobild.de/artikel/kindersitze-reboard-3734614.html